Deliktorientierte Behandlung & Fehler in der Begutachtung und Therapie

Prof. Dr. Frank Urbaniok, Corinne Schneider

Die beiden wichtigsten Arbeitsbereiche der Forensischen Psychiatrie und Psychologie sind: (1) die Erstellung von Gutachten und (2) die Durchführung von risikosenkenden Therapien. Für die Durchführung solcher risikosenkender Therapien haben sich seit einigen Jahren deliktorientierte Methoden durchgesetzt. 

Der Workshop beschäftigt sich mit praxisrelevanten Fragestellungen aus den beiden dargestellten Hauptbereichen der Forensischen Psychiatrie und Psychologie: Es geht damit um die Indikationsstellung und die Durchführung deliktorientierter Therapien sowie um die Begutachtung von Straftätern. Die praxisrelevanten Fragestellungen werden anhand von konkreten Fällen dargestellt und diskutiert. Der Workshop ist damit ein breit angelegter Streifzug durch das gesamte Gebiet der forensischen Psychiatrie und Psychologie anhand von konkreten Fallbeispielen.

Dabei werden unter anderem folgende Themen berührt:

Spezifische Aspekte bei der Beurteilung der Schuld- und Urteilsfähigkeit, günstige und schwierige Therapieverläufe, Erarbeitung von Deliktmechanismen als Grundlage für die Risikobeurteilung sowie für die Indikationsstellung, Durchführung und Verlaufsbeurteilung von Therapien, Demonstration der spezifisch forensischen Diagnostik im Vergleich zur unspezifischen allgemein psychiatrischen und störungsbezogenen Diagnostik, Beurteilung und Umgang mit Gewaltfantasien u.a.

Diskussionsbeiträge und speziell von den Teilnehmern eingebrachte Fragen sind ausdrücklich erwünscht.