Radikal und gewaltbereit – Was tun?

Reinhard Brunner

Veränderungen in der Gesellschaft und insbesondere Gewaltphänomene stellen die Behörden immer wieder vor neue Herausforderungen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen des Bedrohungsmanagement ist zur Verhinderung schwerer Gewalteskalationen von grösster Bedeutung. Die bedrohlichen Entwicklungen der gewaltextremistischen Radikalisierung erfordern neue Handlungsansätze. Der Bund verabschiedete am 4. Dezember 2017 den Nationalen Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus (NAP). Der NAP ist dem Handlungsfeld der Prävention zugeordnet. Er beschreibt eine Reihe von Massnahmenempfehlungen, die über den Bereich der Sicherheitsbehörden hinaus einen integralen Ansatz unter Einbezug der Zivilgesellschaft verfolgen. Vor diesem Hintergrund eröffnete die Kantonspolizei Zürich per 1. März 2018 die Kantonale Interventionsstelle gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus (IRE). Aktuell ist die Konzeptionierung eines Fachgremiums (Runder Tisch) mit einem Netzwerk von Partnerorganisationen (Netzwerk CONTRA) für gezielte Präventionsmassnahmen und Ausstiegs-/Deradikalisierungshilfen im Gang.