Das Recht zu Töten im Wandel der Zeit – Der Fall James Bond
Prof. Dr. Werner Greve

Der Vortrag will untersuchen, ob sich unabhängig von der „Lizenz zum Töten“ die Haltung der Figur James Bond zum Töten über sechs Jahrzehnte hinweg verändert hat – und damit auch öffentliche akzeptierte Rechtfertigungsgründe für das Töten von Menschen. Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist die These, dass die Bondfilme ein außergewöhnlich feinfühliger Seismograph des Zeitgeistes sind, und hierbei nicht nur politische oder modische, sondern insbesondere soziale und moralische Konjunkturen sehr genau abbilden. Der Vortrag will zunächst diese These an mehreren Indikatoren belegen, um dann auf die über sechzig Jahre hinweg erheblich variierende Bereitschaft zu Töten in Bezug auf quantitative und qualitative Aspekte einzugehen.